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Felleshus/Gemeinschaftshaus

Das öffentlich zugängliche Felleshus/Gemeinschaftshaus vereint Sicherheits,- Arbeits- und Repräsentationsfunktionen aller fünf Botschaften. Das Haus dient auch als zentrale Passage zu den Botschaften. Der Name des Gebäudes, Felleshus, deutet auf den Geist des Gebäudes und seine Nutzung hin - ein Haus für alle, ein Haus der Begegnung. Dem Publikum bietet das Felleshus ein Auditorium für Konzerte, Lesungen, Filmvorführungen und Konferenzen, Ausstellungsräume, Tagungsräume, eine große Terrasse und eine nordische Kantine.

Die Fassade des Hauses ist mit Ahornholz verkleidet. Der Eingang öffnet sich in Form einer zentral platzierten haushohen Glasfront. Die glasüberdachte Eingangshalle erstreckt sich über alle Geschosse und wird von schlanken Säulen flankiert. Im ersten Obergeschoss öffnen sich eine weitläufige Ausstellungsfläche und die Terrasse. Ein Stockwerk höher befindet sich die nordische Kantine. Wände und Säulen im Fellshus bestehen aus Sichtbeton. Ahornholz schafft dazu eine warme, helle Atmosphäre. Der Boden ist mit hellem schwedischem Marmor bedeckt. Das Gebäude ist der öffentliche Raum des Gesamtkomplexes und präsentiert den Besuchern ein funktional-modernes und einladendes Ambiente.

Gesamtkomplex

Die Verbindungen und politischen Bündnisse in Nordeuropa reichen weit in die Geschichte zurück. Die Länder Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden bilden den so genannten "Norden" und haben eine gemeinsame Interessenvertretung im Nordischen Rat (seit 1952) und im Nordischen Ministerrat (seit 1971). Nach dem Fall der Mauer und dem Beschluss des Deutschen Bundestages, die Hauptstadt von Bonn nach Berlin zu verlegen, konnte der oft erwogene Gedanke einer gemeinsamen nordischen Botschaftsanlage verwirklicht werden.

Die Vision von fünf nationalen Botschaftskanzleien mit einem öffentlichen gemeinsamen Gebäude, dem Felleshus/Gemeinschaftshaus, umgeben von einem Kupferband, entsprach der Grundidee individueller Freiheit, verbunden mit einem Gefühl der Einheit.

Das fast 230 Meter lange und 15 Meter hohe Kupferband ist das Markenzeichen des Entwurfs von Berger und Parkkinen. Es besteht aus rund 4.000 vorpatinierten Lamellen, und verleiht dem Komplex ein einheitliches Erscheinungsbild nach außen.

Die Fläche innerhalb des Kupferbandes, die Plaza, ist von geometrischen Linien durchzogen. Die Schnittkanten dieser Linien formen den Platz, die Seiten der vier sich kreuzenden Schneisen definieren die Grenzen der Gebäude. Die Schneisen formen Straßen zwischen den einzelnen Botschaftsgebäuden. Drei Wasserbecken zwischen den Gebäuden verweisen auf die verbindenden Meere zwischen den nordischen Ländern. Die Botschaftsgebäude sind wiederum so gruppiert, wie man sie auf einer Landkarte vorfindet.

Einzelne Botschaften

Die Kgl. Dänische Botschaft hat als einziges Gebäude eine offene Glasfassade...
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Die von Lärchenholzlamellen geprägte Fassade der Botschaft von Finnland...
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Die Botschaft der Republik Island, mit der Fassade aus rotem Ryolit...
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Der 120 Tonnen schwere Grantiblock der Kgl. Norwegischen...
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Mit großen Glasflächen und gotländischem Kalkstein öffnet sich die Schwedische Botschaft...
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Geschichte

Bereits 1952 gründeten die fünf nordischen Länder den Nordischen Rat mit dem Ziel der politischen und gesellschaftlichen Zusammenarbeit. Auch die Idee eines gemeinsamen Projekts beim Bau der Botschaften für Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden hatte es lange gegeben. Der Beschluss zum Regierungsumzug von Bonn nach Berlin ermöglichte erstmals die Realisierung, wobei die Wahl des gemeinsamen Standortes geschichtlich bedingt war.

1996 fiel die erste Entscheidung im zweistufigen Architekturwettbewerb. Das österreichisch-finnische Architektenduo Alfred Berger und Tiina Parkkinen gewann mit seinem Entwurf den ersten Preis. Berger und Parkkinen gestalteten das Gesamtkonzept. Hinzu kommt ein ebenfalls von Berger und Parkkinen entworfenes Felleshus/Gemeinschaftshaus.

In einer zweiten Phase richteten die fünf Staaten jeweils nationale Wettbewerbe für ihre Botschaftsgebäude aus. Gemeinsam erfolgte der erste Spatenstich im Mai 1997 durch die Botschafter. In nur 29 Monaten wurden die Entwürfe umgesetzt und die Botschaften im Oktober 1999 gemeinsam eröffnet.














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