Die Umfangsreichste Ausstellung seit der großen Nesch-Ausstellung in der Akademie der Künste 1966.
Kaum eine Biographie versinnbildlicht die deutsch-norwegischen Wechselwirkungen im Bereich der Kultur wie die von Rolf Nesch. Bei dem jungen deutschen Künstler Rolf Nesch war der Respekt und die Bewunderung für das Werk des dreißich Jahre älteren Edvard Munch so groß, dass er diese auf ein ganzes Land übertrug, als die politische Entwicklung ihn 1933 dazu veranlasste, Deutschland zu verlassen und nach Norwegen zur gehen: "Ein Land, das einen Munch hat, muss gut sein". Seine Erwartungen wurden zunächst nicht erfüllt. Er durchlebte schwierige Jahre in der neuen Heimat, sowohl persönlich als auch künstlerisch. Aber trotz schicksalhafter Umstände und äußerer Armut war er voller Schaffensdrang und Experimentierfreude. Dank einiger Förderer und Freunde in Oslo konnte er die schweren Jahre "der wirtschaftliche Erfolg sich einstellte" überleben.