Eine Künstler-Deklaration, Einar Thorsteinn, August 2005
Kann man in der Mathematik Ästhetik finden? Dies ist eine der Fragen, an der der Verfasser dieser Zeilen über dreißig Jahre lang gearbeitet hat. Dessen Resultat wird jetzt für das interessierte Publikum vorgestellt.
Wenn wir von Ästhetik sprechen, ist es sonnenklar, daß es für sie keine Grundlage ausserhalb der Realitäten geben kann, welche der Mensch in der Lage zu definieren ist. Realitäten in der Mehrzahl, denn der menschliche Geist ist trotz allem nicht einseitig auf die allgemein akzeptierte Kultur fixiert - und wird es auch nie sein.
Aber handelt es sich hier um eine Tatsache, die alle Leute in dieser "Einheits" - Welt, in der wir leben, realisieren? Eine Welt, die durch die Medien und die kulturellen Signaturen der transnationalen Firmen geformt ist? ? Daran kann man ohne weiteres zweifeln.
Moderne Kunst ist ein Weg, um dieses Thema für das allgemeine Publikum transparent zu machen. Und angefangen mit einer Ausstellung in Kopenhagen im März 2005, die seine Vorsetzung nun im Felleshus der Nordischen Botschaften in Berlin findet, tut der Unterzeichnende sein Bestes, um einen neuen Impuls für diese Richtung zu erzeugen, damit eine neue Realität von vielen, die der menschliche Geist durch seine Erfahrungen erlebt, auch manifestiert werden kann.
Der menschliche Geist ist eigentlich der Apparat unserer Erfahrungen und nicht unserer Sinne, denn wenn wir es endlich begreifen, daß der komplette Körper nur eine biologische Maschine ist, von einem höheren Wesen gesteuert - von dem reellen Selbst -, dann können wir auch anfangen, unseren eigenen Körper zu analysieren, um seine Vor- und Nachteile zu bewerten. Wahrhaftig ist diese biologische Maschine von Grund auf notwendig für die Pläne, die wir hier haben, aber anders herum gesehen ist es nicht das wahre Selbst.
Um nun einen Platz für diese Theorie in den Denkapparaten des Publikums zu schaffen - denn gemessen an den Standarten unserer Wissenschaft ist es noch nicht bewiesen - muss man wohl viele verschiedene alternative Realitäten vorstellen. Für den Verfasser bedeutet die Teilnahme an diesem Kunstprojekt, die Erfüllung einer mehrjährigen Beschäftigung. Das heisst alternative Realitäten in ästhetischer Form zu präsentieren.